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Diese Seite bündelt, was vor dem Kauf zählt: ein Golfbälle Soft Test im Sinne einer ehrlichen Kaufberatung, der Vergleich der Bauarten und die Frage, für wen ein weicher Ball tatsächlich der richtige ist.

Weiche Bälle sind das meistverkaufte Segment im Regal, und das Versprechen ist immer dasselbe: angenehmes Gefühl am Schläger, mehr Weite bei ruhigem Schwung, weniger Slice. Zwei dieser drei Aussagen halten der Messung nicht stand, und genau darum lohnt es sich, vor dem nächsten Dutzend kurz hinzusehen.

Die kurze Antwort vorweg: Ein weicher Ball ist eine Entscheidung für das Gefühl und für die Haltbarkeit, nicht für die Länge. Wer damit rechnet, durch niedrige Kompression Meter zu gewinnen, wird enttäuscht. Warum das so ist, steht weiter unten.

Golfbälle Soft Test: die besten Modelle im Vergleich

Decathlon Inesis Golfbälle Soft 500 im Zwölferpack
  • Kompression von fünfundsechzig, also ein wirklich weicher Ball, der schon bei mittlerer Schlägerkopfgeschwindigkeit arbeitet.
  • Zweiteiliger Aufbau mit hartem Kern, der trotz der weichen Schale noch auf die maximal zulässige Höchstweite hin ausgelegt ist.
  • Weiche Schale aus Surlyn, die dem Ball am Putter und beim kurzen Spiel rund um das Grün das gewünschte weiche Gefühl mitgibt.
  • Zwölf Bälle im Karton, damit ist der Vorrat für mehrere Runden gedeckt, auch wenn dabei der eine oder andere im Wasser landet.
  • Gedacht für Spieler, die den Ball über Gefühl statt über Kopfgeschwindigkeit spielen, und nicht für den harten Schläger mit hoher Kopfgeschwindigkeit.
Callaway Golf HEX Soft Golfbälle 2019
  • Der HEX Soft von Callaway ist ein Distanzball mit hervorragendem Gefühl
  • HEX‑Aerodynamik zur Reduzierung des Luftwiderstands und für mehr Auftrieb und Länge
  • Niedrig komprimierter Kern für mehr Ballgeschwindigkeit und Gefühl rund ums Grün
  • Weniger Spin und HEX‑Design für geringere Streuung auch bei schlechteren Treffern
  • Erhältlich als 12er‑ oder 24er‑Pack
Callaway Golf Supersoft Golfball 2025
  • Seit Jahren die erste Wahl für Freizeitgolfer auf der ganzen Welt
  • Neue 2‑Piece Konstruktion mit HyperElastic SoftFast Kern
  • Hybrid‑Cover für hervorragendes Gefühl und Haltbarkeit
  • Konstanter Ballflug dank HEX Aerodynamik
  • Erhältlich in verschiedenen Farben und Finishes
Amazon Basics Core Soft Golf Balls, 12-Pack, White
  • OPTIMIERTE LEISTUNG: 12er-Pack Golfbälle mit niedriger Kompression für außergewöhnliche Weite und geraden Flug mit weichem Schlaggefühl
  • VERBESSERTE KONTROLLE: Fortschrittliche Kern- und Hüllentechnologie sorgt für verbesserte Kontrolle beim kurzen Spiel und für höhere Puttgenauigkeit
  • AUSRICHTUNGSHILFE: Die seitliche Stempelausrichtung unterstützt Sie dabei, Ihre Putts präzise auszurichten und sorgt so für mehr Genauigkeit auf dem Grün
  • HOHE SICHTBARKEIT: Die strapazierfähige weiße Hülle bietet Schutz und ermöglicht eine einfache Ballverfolgung während des Spiels
  • VIELSEITIG EINSETZBAR: Geeignet für alle Spielstärken, vom Anfänger bis zum erfahrenen Spieler, Bietet eine gleichbleibende Leistung bei allen Schlägern; USGA-konform
Wilson Duo Soft Golfbälle, Sanftes Spielgefühl und dynamische Energie, Geschwindigkeitssteigerung mit präzisem Flugdesign, Pink, 12er Pack
  • SEHR WEICH: Ein ultimatives Gefühl, das bei allen Schlägen außergewöhnliches Feedback liefert
  • HIGH ENERGY-KERN: Liefert maximale Distanz beim Abschlag
  • GERADERER FLUG: Zweischichtige Konstruktion reduziert den Spin bei längeren Schlägen
  • LEISTUNG & STIL: Erreichen Sie mit Wilsons Golfbällen Spitzenleistung, Geeignet für jede Jahreszeit, um Ihr Spiel auf höchstem Niveau zu halten
  • Lieferumfang: 12er-Pack Wilson Duo Soft Golfbälle, Farbe: Pink

Was Kompression bei einem Golfball tatsächlich beschreibt

Der Kompressionswert gibt an, wie stark sich ein Ball unter einer festgelegten Last verformt. Die Skala reicht in der Praxis von etwa 30 bis 110. Alles unter 60 wird im Handel als soft geführt, Tourbälle liegen meist zwischen 85 und 100. Der Wert ist keine genormte Größe, sondern eine Herstellerangabe, und zwei Bälle mit derselben Zahl können sich unterschiedlich anfühlen, weil das Gefühl vor allem von der Schale und der Zwischenschicht kommt.

Wichtiger als die Zahl ist der Aufbau. Ein zweiteiliger Ball besteht aus einem großen Kern und einer Schale aus Ionomer, oft unter dem Markennamen Surlyn bekannt. Diese Schale ist hart, schnitt- und kratzfest und erzeugt wenig Spin. Ein drei- bis fünfteiliger Ball hat zusätzliche Mantelschichten und meist eine Urethanschale. Urethan ist weicher, greift an den Rillen des Wedges deutlich besser und liefert damit den Spin, der einen Annäherungsschlag auf dem Grün stehen lässt. Der Preis dafür ist Abrieb: Urethan zeichnet nach wenigen Runden.

Nach oben ist der Spielraum begrenzt, denn der Ball ist das am strengsten regulierte Ausrüstungsteil im Golf. Er darf höchstens 45,93 Gramm wiegen, muss mindestens 42,67 Millimeter Durchmesser haben, darf eine Anfangsgeschwindigkeit von 250 Fuß pro Sekunde nicht überschreiten und im Normtest nicht weiter als 317 Yards fliegen und rollen. Ob ein Modell diese Vorgaben erfüllt, steht in der Liste der zugelassenen Golfbälle, die Grundlagen dazu in den Ballregeln des Regelwerks.

Was weiche Golfbälle nicht leisten

Hier hält sich eine Behauptung besonders hartnäckig: Wer langsam schwingt, brauche einen weichen Ball, weil er einen harten nicht komprimieren könne. Robotertests mit Dutzenden Modellen über mehrere Schlägerkopfgeschwindigkeiten haben genau das nicht bestätigt. Die weichesten Bälle im Feld lieferten die kürzeste Carry-Weite, und zwar bei jeder getesteten Geschwindigkeit. Bei rund 78 Meilen pro Stunde am Driver lagen die Einbußen im Bereich von acht Yards, bei etwa 93 Meilen pro Stunde bei elf Yards, bei sehr schnellen Schwüngen noch darüber. Weich ist also nicht länger, auch nicht für Einsteiger.

Zweiter Punkt: Weich bedeutet nicht automatisch mehr Spin am Grün. Den Spin bei kurzen Schlägen macht das Schalenmaterial, nicht die Kompression. Ein zweiteiliger Ionomerball mit Kompression 40 fühlt sich beim Putten weich an und rutscht beim Pitch trotzdem weiter, als dir lieb ist. Wer Kontrolle bei Annäherungen sucht, muss auf Urethan achten und nicht auf das Wort soft.

Dritter Punkt: Ein weicher Ball korrigiert keinen Fehler im Schwung. Seitlicher Spin entsteht aus der Stellung der Schlagfläche zum Schwungweg. Bälle mit weniger Spin insgesamt mildern die Kurve etwas ab, aber der Unterschied liegt im Bereich weniger Meter und nicht in der Größenordnung, die einen Slice unschädlich macht.

Die Ballarten im Vergleich

Bauart Wofür sie gemacht ist Was sie kostet Passt zu
Zweiteilig, Ionomer, Kompression unter 50 weiches Gefühl, sehr haltbar, geradliniger Flug wenig Spin am Grün, kürzeste Weite im Feld Einsteiger, die viele Bälle verlieren
Zweiteilig, Ionomer, Kompression 70 bis 90 maximale Rollweite, harter Anschlag klackendes Gefühl am Putter, kaum Stoppwirkung Spieler, denen Länge über alles geht
Dreiteilig, Ionomer, weicher Kern Kompromiss aus Gefühl und Haltbarkeit weder besonders lang noch besonders griffig Mittelweg für die Wochenendrunde
Dreiteilig, Urethan, Kompression um 70 Spin am Wedge bei noch weichem Gefühl deutlich teurer, Schale zeichnet früh Spieler mit stabilem kurzen Spiel
Vier- oder fünfteilig, Urethan abgestufte Reaktion je nach Schlägerlänge höchster Preis, Unterschiede erst bei konstantem Treffpunkt spürbar niedrige Handicaps und Wettspiel
Lakeball oder Refinished günstiger Nachschub in großer Menge unbekannte Wasserlagerung, Schale kann Mikrorisse haben Übungsrunden und Training

Praktisch heißt das: Die besten Golfbälle für dich sind die, deren Schale zu deinem kurzen Spiel passt und deren Preis du beim Verlieren verschmerzt. Wer noch häufig ins Wasser spielt, findet die passenden Optionen im Vergleich der günstigen Golfbälle und im Überblick zu Golfbällen für Einsteiger.

Kaufkriterien mit Zahlen

  • Schalenmaterial vor Kompression. Urethan für Kontrolle bei Schlägen unter hundert Metern, Ionomer für Haltbarkeit. Diese Entscheidung wirkt sich stärker aus als jeder Kompressionswert.
  • Kompression im Bereich 40 bis 70. Darunter verlierst du messbar Länge, darüber geht das weiche Gefühl verloren, das du eigentlich kaufen wolltest.
  • Schichtzahl. Zwei Schichten sind robust und günstig, drei sind der sinnvolle Einstieg in mehr Spin, ab vier zahlst du für Unterschiede, die erst bei sehr gleichmäßigem Treffpunkt sichtbar werden.
  • Dimples. Übliche Zahlen liegen zwischen 300 und 400. Die Menge allein sagt wenig, das Muster bestimmt den Auftrieb. Eine hohe Zahl ist kein Qualitätsmerkmal.
  • Farbe. Matte Gelb- und Grüntöne sind im Rough und bei tiefer Sonne deutlich besser zu finden als Weiß. Bei Turnierstart mit Nebel ein unterschätzter Vorteil.
  • Preis pro Dutzend. Zweiteilige Bälle liegen im unteren Bereich, Urethanmodelle im oberen Drittel des Marktes. Rechne mit deinem realistischen Ballverlust pro Runde, dann steht die Entscheidung meist von selbst.

Welcher Ball zu welchem Spiel passt

Einsteiger. Haltbarkeit und Sichtbarkeit zählen mehr als Spin. Ein zweiteiliger Ball mit weicher Ionomerschale übersteht Bunkerkante und Cartweg ohne Kerbe und kostet beim Verlieren wenig.

Mittleres Handicap. Sobald du Grüns mit dem Wedge anspielst und der Ball hinten herunterläuft, ist der Wechsel auf eine Urethanschale der spürbarste Ausrüstungsschritt. Was darüber hinaus im Regal liegt, zeigt der Vergleich der Premium-Golfbälle.

Kalte Tage. Bei niedrigen Temperaturen wird jeder Ball härter und verformt sich weniger. Ein Modell mit niedriger Kompression gleicht das teilweise aus, und die gefühlte Härte am Putter bleibt erträglich. Der Weitenverlust im Winter kommt trotzdem, er liegt an der kalten Luft und am kalten Ball zugleich.

Wettspiel. Das Komitee kann eine Einballregel als örtliche Regel einführen, dann musst du die ganze Runde dasselbe Modell spielen. Was dabei zulässig ist, steht in den Vorgaben für Platzregeln des Komitees. Leg dir in dem Fall genug Bälle derselben Sorte in die Tasche.

Häufige Fragen

Werden Golfbälle mit der Zeit schlechter?
Ungeöffnet und trocken gelagert halten moderne Mehrschichtbälle sehr lange, der Kern verliert kaum Spannung. Kritisch sind Feuchtigkeit und Hitze. Bälle, die dauerhaft im Kofferraum liegen, altern schneller, und Wasserlagerung über Wochen weicht die Schale auf.

Lohnen sich Lakeballs bei weichen Modellen?
Für Übungsrunden ja, für Wettspiele nur bedingt. Urethanschalen nehmen im Wasser stärker Schaden als Ionomer, und von außen ist das kaum zu sehen. Wer Lakeballs kauft, sollte sie nach Sorte trennen und nicht bunt gemischt spielen.

Wann sollte ich einen Ball austauschen?
Sobald die Schale eine sichtbare Kerbe oder eine aufgeraute Stelle hat, meist nach einem Treffer auf Kies oder Baumrinde. Solche Schäden verändern den Flug messbar. Ein bloß verschmutzter Ball gehört dagegen nur gereinigt, wie im Beitrag zum Reinigen von Golfbällen beschrieben.

Was bedeutet Testsieger bei Golfbällen Soft?
Testsieger ist kein geschützter Begriff. Wer ihn vergibt und mit welchem Messaufbau, steht selten dabei, und ein Ball, der im Roboter gewinnt, muss zu deinem Schwung nicht passen. Dieser Text ist deshalb eine Kaufberatung und kein eigener Golfbälle Soft Testbericht aus dem Labor. Verlässlicher als ein Siegel sind das Schalenmaterial, die Schichtzahl und die Zulassung des Modells.

Golfbälle Soft kaufen: worauf solltest du achten?
Entscheide zuerst, ob du Kontrolle am Grün oder Haltbarkeit willst, denn daran hängt das Material. Kauf dann nicht gleich fünf Dutzend, sondern ein Dutzend und spiel damit drei Runden mit denselben Schlägern. Wenn du Weite vergleichen willst, hilft der Blick auf die Distanz-Golfbälle als Gegenprobe, denn erst der direkte Vergleich zeigt, was du wirklich gewinnst oder verlierst.

Jan ist ein enthusiastischer Golfer, der die Ruhe und Präzision des Spiels schätzt. In seinen Artikeln teilt er Tipps für Anfänger und erfahrene Golfer gleichermaßen, angereichert durch seine eigenen Erfahrungen auf dem Grün. Jans Motto: „Golf ist nicht nur Sport, sondern die Kunst der Geduld.“